Dass Gender in der Literaturkritik ein bedeutender Faktor ist, hat sich spätestens seit der Etablierung einer feministischen Literaturkritik in den 1970ern herumgesprochen. Natürlich ist diese weder im Ansatz noch in ihren Instrumenten eine in sich kohärente Bewegung, im Wesentlichen verfolgt sie aber das Ziel, die Marginalisierung von Autorinnen nachzuweisen, ver... Weiterlesen
Von Brigitte Schwens-Harrant. In Literaturdebatten in den Feuilletons geht es selten nur um Literatur, um den Text alleine. Der deutsch-deutsche Literaturstreit um Christa Wolfs Was bleibt etwa bestand aus ideologischen Grenzmarkierungen, in der Debatte um Günter Grass’ Beim Häuten der Zwiebel ging es weniger um den literarischen Text, denn um die Glaubwürdigk... Weiterlesen
Vor 20 Jahren wird Robert Schneiders Roman Schlafes Bruder zu einem viel diskutierten und analysierten Phänomen des Literaturbetriebs. Wie aus dem Nichts löst das Werk, sowohl bei Kritikern als auch beim breiten Lesepublikum, wahre Begeisterungsstürme aus. Anlässlich des Jubiläums stellt dieser Artikel die Frage: Wieso? Weshalb wurde dem Roman um ein verkanntes Ge... Weiterlesen
„Posthumes Misstrauen“, „Maß der Schuld“, „Müller bestürzt: der Freund ein Spitzel“ – so titelten Zeitungen nach Bekanntwerden der Spitzeltätigkeit Oskar Pastiors beim rumänischen Geheimdienst Securitate. Die Debatte um den 2006 verstorbenen rumäniendeutschen Dichter ist äußerst komplex, ein abschließendes Urteil noch nicht gefällt. Freundschaft und Verrat, Angst un... Weiterlesen