Daniela Strigl: Zum Trotz. Erkundung einer zwiespältigen Eigenschaft. Salzburg: Residenz 2025. Am 28. und 29. November 2024 fand in Graz die Herbstvorlesung statt, eine Veranstaltung der Akademie Graz in Zusammenarbeit mit der Zeitung DIE PRESSE und dem hiesigen Literaturhaus. Die Wahl der Vortragenden fiel auf die für ihre Essayistik und Literaturkritik prämierte Kri... Weiterlesen
Immer, wenn von Wolfgang Koeppen die Rede ist, wird auf sein literarisches Schweigen oder – je nachdem wie es geframt werden soll – seine Schreibblockade, seine Unproduktivität, sein Scheitern oder auch seine Faulheit Bezug genommen. Die tausenden Seiten seines Nachlasses werden dabei oft übersehen, obwohl diese als Teil seines Hauptwerks angesehen werden müssen.1 Ähn... Weiterlesen
„Booktok soll ein Safe Space bleiben“ – unter dieser Überschrift wendet sich die Buch-Influencerin Nathalie Bröske (@nathalie_reads) im Frühjahr 2023 an ihr Publikum.[1] Bröske gehört zu diesem Zeitpunkt bereits zu den reichweitenstärksten Stimmen in den Buch-Communities in sozialen Medien. Inzwischen versammeln ihre Accounts auf TikTok und Instagram jeweils weit über... Weiterlesen
Marcel Reich-Ranicki, Walter Jens, Volker Weidermann, Denis Scheck – der Literaturkritiker ist bis heute ein Mann, jedenfalls scheint es so. Wie der gesamte Literaturbetrieb unterliegt auch die Kritik einem gender bias. Fast hundert Jahre nach Virginia Woolfs Kritik am Ausschluss und der Verdrängung von Frauen in A Room of One’s Own bestimmt das Geschlecht nach wie vo... Weiterlesen
Jan Philipp Reemtsma Christoph Martin Wieland. Die Erfindung der deutschen Literatur. C. H. Beck: München 2023. 704 S., Hardcover 38 €. Es gibt – wenn man dem Protagonisten in Arno Schmidts Aus dem Leben eines Fauns (1953) Glauben schenkt – „ein ganz einfaches Mittel, einen intelligenten Menschen [in Deutschland] zu erkennen.“ „Wenn er Wieland liebt.“[1] Nähmen wir... Weiterlesen