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Essay Bachmannpreis

Der kleine und feine Unterschied

Lauter tolle Texte von Frauen, eine unterhaltsame Jury: alles bestens also bei den diesjährigen "Tagen der deutschsprachigen Literatur"?

Von Brigitte Schwens-Harrant am 15. Juli 2015

„Ich finde den Text glänzend und gelungen“, schwärmt Klaus Kastberger nach der Lesung von Monique Schwitter über ihren Text Esche . Die Storys darin seien „grad richtig schräg“, der Text habe „eine Schnauze“, das gefalle ihm sehr. „Auch beim wiederholten Lesen war mir nicht ganz klar, warum mir eigentlich alles daran gefällt“, gibt sich Hubert Winkels ratlos und b... Weiterlesen

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Essay Buchhandel

Mehr Buchhandel wagen!

Der Buchkauf als blinder Fleck der Literaturkritik

Von Marc Reichwein am 27. April 2015

Buch-Branche und Kulturpolitik betreiben seit einiger Zeit verstärkte Bewusstseinsbildung: Aktionen wie die Woche unabhängiger Buchhandlungen oder der jüngst ausgelobte Deutschen Buchhandlungspreis , der für 2015 erstmals vergeben wird, möchten das Engagement der (auch in Zeiten von Amazon und Buchfilialisten) immer noch zahlreichen inhabergeführten Buchhandlung... Weiterlesen

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Essay Literaturbetrieb Streeruwitz, Marlene

Auf den Punkt gebracht.

Marlene Streeruwitz erschreibt sich in ihrem Roman-Projekt "Nachkommen." und "Die Reise einer jungen Anarchistin durch Griechenland." eine weibliche Genealogie.

Von Veronika Schuchter am 3. Januar 2015

Der Punkt ist ihr Markenzeichen, der ganze Satz für sie eine Lüge. Die Konstante in Marlene Streeruwitz’ umfangreichem Werk ist die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen, patriarchal dominierten Machtbereichen und männlichen Hegemonien, denen eine spezifisch weibliche, sprich, die männlich normierte Sprache dekonstruierende Ästhetik entgegengesetzt wird. Die Verq... Weiterlesen

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Essay Qualtinger, Helmut

"Hitler spricht und spricht ..."

Helmut Qualtinger und Serdar Somuncu lesen „Mein Kampf“: Zwei satirische Annäherungen an ein unlesbares Buch, dessen urheberrechtliche Sperrfrist in diesem Jahr abläuft

Von Maria Piok am 3. Januar 2015

Im „Herzen jedes Scherzes steckt eine […] Katastrophe, manchmal sogar der Holocaust“ [1] – sagt, nicht von ungefähr, George Tabori, der Übersetzer von Brechts Arturo Ui und Autor der 1987 am Wiener Akademietheater uraufgeführten Farce Mein Kampf . Tabori knüpft damit an eine Diskussion an, die so alt ist wie die Hitler-Parodie selbst: Von Charlie Chaplins The... Weiterlesen