Der digitale Literaturbetrieb und die Folgen. Von Marc Reichwein Noch vor 15 Jahren galten Großkritiker, die es im Fernsehen zu Popularität gebracht hatten, als Feinde des Feuilletons. Heute, wo digitale Diskurspluralität herrscht, werden die gleichen Großkritiker wieder verklärt, und es zeigt sich eine neue Sehnsucht nach verbindlichen Resonanzräumen. Ausgehend von... Weiterlesen
Dass nach dem Ableben Marcel Reich-Ranickis kürzlich eine gründlich überarbeitete und wesentlich ergänzte Neuauflage von Uwe Wittstocks MRR-Biographie aus dem Jahr 2005 herausgekommen ist , war nicht weiter verwunderlich – sowohl mit Blick auf die Prominenz des Porträtierten als auch auf dessen exzeptionelle Lebensgeschichte, die Reich-Ranicki bereits selbst in se... Weiterlesen
„Gegenwärtig hat nur Wert, was materiell unmittelbar verwertbar ist, und den Musen geben wir nur eine Chance, wenn sie wenigstens irgendeine Form von Dienstbarkeit unter Beweis stellen können. Die Töchter der Mnemosyne sind aber keine Sklavinnen.“ Konrad Paul Liessmann [1] „Seit wann gibt es Kritiker? Seit wann gibt es keine Kritiker mehr?“ Hans Magnus Enzensb... Weiterlesen
„Seit einigen Monaten geistert eine Debatte durchs Netz, die das Schrumpfen der Literaturkritik und der Feuilletons überhaupt zum Gegenstand hat“, schreibt Thierry Chervel, der Herausgeber des Perlentauchers im „Magazin“ am 24.6.2015. Tatsächlich ‚geistert’ nicht nur eine Debatte durch die Netz- und Printwelt, sondern es sind zwei, die allerdings eng miteinander z... Weiterlesen